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Heilen Wunden besser an der Luft?

   

Viele Eltern wenden bei kleinen Wunden gerne die erprobte Verhaltensweise an, die Wunde erst zu säubern, anschließend die Blutung zu stillen und dann Luft an die Wunde zu lassen, damit sie schnell heilt. Dieses Vorgehen soll auch die Gefahr von Infektionen reduzieren.

Im Laufe der Zeit kamen Forscher zu der Erkenntnis, dass dieses Wissen um die Behandlung von Wunden falsch ist. Es kommt noch schlimmer: Eine Wunde der Luft auszusetzen ist eine schwerer Fehler, führt er doch zu einer Austrocknung und zu vermehrtem Zelltod.

Eine Reihe von Studien kam zu dem Ergebnis, dass Wunden, die feucht gehalten und bedeckt werden, schneller heilen. Auch verminderte sich die Zahl der Entzündungszellen deutlich schneller, als bei Wunden, die der Luft ausgesetzt waren. Die besten Ergebnisse erzielte man, wenn man die Wunde über 5 Tage feucht und bedeckt hält.

Ein weiterer, verbreiteter Fehler ist die Verwendung antibiotischer Salben, sagt Dr. Mark Davis, Professor für Dermatologie an der Mayo Clinic in Rochester, Minnesota. Diese Salben halten eine Wunde zwar feucht, können jedoch zu allergischen Reaktionen führen. Vaseline, zweimal täglich appliziert wirkt wunderbar.

So grausam zusätzlich die Entfernung des Schorfs auch klingen mag, so ist es im Grunde doch eine gute Idee. Der erste kleine Schorf hilft die Blutung zu stoppen, aber wenn man ihn zu lange belässt, schadet er mehr, als er nutzt.

Fazit: Eine Wunde, an der Luft heilt langsamer (Redaktion)

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© Mike Paßmann, Hamburg