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In vielen Familien gibt es nach der Schule Krach. Da wird gemeckert, gezankt und geweint - alles nur, um den ungeliebten Hausaufgaben zu entgehen. Der nachmittägliche Schulstress am Schreibtisch ist nicht nur für die Eltern ein Problem, er belastet auch die Kinder, betonen die Experten des Deutschen Grünen Kreuzes. Körperliche Anzeichen sind zum Beispiel unspezifische Bauchschmerzen. Häufig blicken die Kinder ratlos in ihre Hefte und wissen nicht, was genau sie tun sollen. Viele Eltern sitzen dann daneben, sagen die Aufgaben vor oder spielen Ersatzlehrer. Hilfestellungen werden nicht immer fachgerecht geleistet, sind oftmals sogar lernpsychologisch ungeschickt. Zunächst jedoch ist es wichtig, eine entspannte Atmosphäre zu schaffen, feste Lernzeiten (nicht gleich nach dem Mittagessen!) und Ordnung am Arbeitsplatz zu organisieren. Die Aufgaben sollten in kleine Portionen aufgeteilt werden. Immer zuerst eine leichte Aufgabe in Angriff nehmen, denn Erfolg motiviert, und das Gehirn ist danach auch für schwerere Aufgaben bereit. Wichtig ist zudem, Lernpausen einzulegen und nicht zu lange an einem Stück zu arbeiten. So entsteht ein Rhythmus von Anspannung und Entspannung. Auch die richtige Körperhaltung trägt zum Erfolg bei: Bei aufrechtem und entspanntem Sitzen wird das Gehirn besser durchblutet und ist aufnahmebereiter. Gerade jüngere Kinder haben noch nicht das Durchhaltevermögen, sich länger konzentriert mit einer Sache zu beschäftigen. Hier ist eine verstärkte Kontrolle durch die Eltern gefragt. Allerdings sollten sie den Kindern die Aufgaben nicht abnehmen: Bei Fragen sollten die Eltern versuchen zu helfen, nicht aber die gesamte Hausaufgabenzeit bei den Kindern verbringen. Diese Angewohnheit führt dazu, dass die Kinder Angst vor Misserfolgen entwickeln. Sie trauen sich alleine nichts mehr zu, da sie spüren, dass die Hausaufgaben nicht ihren eigenen Leistungen entsprechen.
(Redaktion)
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