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| Größerer Busen durch Brust-OP - mit 16 |
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Der Trend kommt wieder einmal aus den USA, wo sich bereits Teenager für die Schönheit unters Messer legen. Besonders gefragt sind eine neue Nase, weniger Fett am Po oder eine größere Oberweite. In Deutschland beobachten plastische Chirurgen seit einiger Zeit ähnliche Tendenzen: Die Einstellung zu kosmetischen Operationen hat sich insgesamt geändert, und das macht auch vor Jugendlichen nicht halt, erklärt Detlef Witzel, Sekretär der Vereinigung der Deutschen Ästhetisch- Plastischen Chirurgen (VDÄPC) in Berlin.
Das Alter der Patientinnen in den schönheitschirurgischen Praxen sinkt stetig. Seit einigen Jahren kommen immer mehr 16-, 17- und 18-Jährige und wollen sich operieren lassen, berichtet Jürgen Marsch, HNO-Arzt mit Zusatzqualifikation für Plastische Chirurgie in Essen. Der Wunsch, schon in sehr jungen Jahren möglichst perfekt auszusehen, ist nach Marschs Worten auch daran zu erkennen, dass selbst 13-jährige Mädchen mittlerweile oft stark geschminkt sind.
Gerade Brustoperationen bei jungen Mädchen sind Witzel zufolge allerdings ein Problem. Schließlich sei das Wachstum des Busens erst mit 18 oder 19 Jahren beendet. Sie greifen da in einen Prozess ein, der noch nicht abgeschlossen ist. Eventuell seien Nachkorrekturen nötig. Wolfgang Hörl, Plastischer Chirurg in München, ist davon überzeugt, dass viele der Jugendlichen, die in seine Praxis kommen, die Tragweite ihres Wunsches nicht wirklich einschätzen könnten.
Den tieferen Grund für den Wunsch nach einer Schönheits-OP versuchen die Chirurgen deshalb gerade bei jugendlichen Patienten im Beratungsgespräch herauszufinden. Viele werden dabei schon deutlich zurückhaltender, sagt Hörl. Außerdem müsse auf jeden Fall der Erziehungsberechtigte zustimmen. Wenn ich den Eindruck gewinne, dass der Patient noch zu kindlich ist, operiere ich nicht, stellt der Mediziner klar. Dann spiele es auch keine Rolle, ob die Eltern einverstanden sind.
(Forumsbeitrag von Frau Mohr)
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