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| Gen für Stress und Bluthochdruck |
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Deutsche Zwillingsforscher und Molekulargenetiker haben ein Erbmerkmal identifiziert, das beim Menschen nicht nur den Blutdruck reguliert, sondern auch den Umgang mit Stress beeinflusst. Entsprechende Forschungsergebnisse wurden im Fachblatt Nature Reviews Genetics veröffentlicht.
Die Wissenschaftler um Andreas Busjahn vom Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin in Berlin-Buch befragten 166 ein- und zweieiige Zwillingspaare zu ihrem Umgang mit belastenden Erlebnissen. So wollten die Forscher etwa wissen, ob die Teilnehmer Stress eher passiv hinnähmen oder ob sie immer wieder darüber nachgrübelten, wie man bestimmte Situationen ändern könne. Außerdem erfassten sie den Blutdruck der Testpersonen.
Die Wissenschaftler untersuchten dann bei den Probanden ein bestimmtes Gen, das so genannte Beta-2- Adrenorezeptor-Gen. Von diesem Erbmerkmal weiß man bereits, dass es den Blutdruck beeinflusst. Wie die Forscher herausfanden, trat eine bestimmte Form des Gens bei all jenen Studienteilnehmern auf, die hohen Blutdruck hatten und sich zudem in Gedanken immer wieder mit Stresssituationen auseinander setzten.
Unsere Befunde deuten darauf hin, dass dieses Gen sowohl den Blutdruck als auch den Umgang mit Stress beeinflusst, sagt Busjahn. Er vermutet, dass Gene in vielen Fällen nicht nur zu körperlichen Krankheitsrisiken wie Bluthochdruck beitragen, sondern auch Verhaltensweisen steuern, die das Krankheitsrisiko zusätzlich erhöhen - zum Beispiel einen ungesunden Umgang mit Stress.
(Forumsbeitrag von Frau Mohr)
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