» Startseite » Haushalt » Gefahr im Haushalt
Gefahr Küchenarbeit

   

Eine kleine Unaufmerksamkeit und schon ist es passiert - man hat sich geschnitten. Vor allem bei der Küchenarbeit ist die Gefahr, sich mit Messer, Schere, scharfen Dosenrändern oder Scherben zu schneiden, besonders hoch. Doch richtig ausgerüstet, können kleinere Wunden meist schnell und einfach selbst versorgt werden, ohne das Narben bleiben. Typisch für Schnittwunden ist, dass sie meist stark bluten. Doch dass hat auch einen Vorteil: Durch das Bluten wird die Infektionsgefahr reduziert, da die Keime mit dem Blut aus der Wunde ausgewaschen werden. Daher die Empfehlung: Die Wunde kurz ausbluten lassen und anschließend mit einem Desinfektionsmittel reinigen. Dazu eignen sich Jodtinkturen oder farblose und weniger brennende Desinfektionsmittel aus der Apotheke. Tabu sind dagegen die von den Großeltern oft empfohlenen Tipps wie z.B. Mehl oder Salben auf die Wunde zu geben. Als nächstes sollte für fünf bis sieben Minuten eine sterile Kompresse auf die Wunde gedrückt werden, bis die Blutung zum Stillstand kommt. Dann können die Wundränder vorsichtig zusammengezogen werden und mit einem Pflaster quer zum Schnitt versorgt werden. Bewährt haben sich vor allem Gelpflaster, da das feuchte Milieu die Wundheilung fördert.

Auch wenn die meisten Schnittwunden harmlos sind, muss in manchen Fällen dennoch ein Arzt aufgesucht werden. Problematisch können stark verschmutzte Wunden werden - vor allem wenn es sich dabei um Tierblut, Rost oder Erde handelt. Betroffene Personen sollten auf jeden Fall ihren Tetanus-Impfschutz kontrollieren. Kommt es zu einer Entzündung, Schwellung oder Eiterbildung sollte unbedingt ein Arzt aufgesucht werden, denn eine Blutvergiftung könnte dafür verantwortlich sein. Handelt es sich um sehr tiefe Schnittwunden, können auch Bewegungseinschränkungen, Lähmungserscheinungen und Gefühlsstörungen auftreten. Ein Arztbesuch wird dann auf jeden Fall erforderlich. Allgemein gilt die Empfehlung: Im Zweifelsfall sollte innerhalb der ersten sechs Stunden nach der Verletzung ein Arzt aufgesucht werden, denn nur innerhalb diesen Zeitraumes kann der Arzt die Wunde noch nähen und dadurch eine Narbenbildung vermeiden. (Redaktion)

Nächster Tipp:
 

Impressum | Über uns | Bookmark | Newsfeed
Mama-Tipps bietet die besten Tipps rund um Familie, Kind und Haushalt.
© Mike Paßmann, Hamburg