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Figurprobleme durch Stillen?

   

Das Stillen verursacht bei Frauen entgegen landläufiger Vorurteile keinen Hängebusen. Die Brust verändere sich nicht durch das Stillen, sondern generell durch die Schwangerschaft, so der Berufsverband der Frauenärzte in München. Ein gut sitzender Büstenhalter sollte daher während der Schwangerschaft möglichst auch in der Nacht getragen werden. Außerdem sollten die Brüste schon vor der Geburt auf das Stillen vorbereitet werden. So könnten empfindliche Brustwarzen durch Wechselduschen mit kaltem und warmem Wasser abgehärtet werden.

Nach der Geburt wirke sich das Stillen sogar günstig auf die Figur aus, heißt es weiter. Während des Stillens bilde sich im Zwischenhirn der Mutter das Hormon Oxytozin, das nicht nur den Milchfluss steuere, sondern auch das Zusammenziehen der Gebärmutter. Becken und Taille gewinnen dadurch schneller den normalen Umfang zurück.

Weiterhin stehen viele Frauen dem Stillen jedoch skeptisch gegenüber - vor allem junge Mütter mit geringer Schulbildung. Einer aktuellen Studie zufolge stillten 57 Prozent der über 30 Jahre alten Mütter ihre Kinder vier Monate lang voll, bei den jüngeren Müttern lag dieser Anteil nur bei 40 Prozent, berichtet die Ärzte Zeitung. Laut der Untersuchung stillten 62 Prozent der Mütter mit Abitur, aber nur 41 Prozent derjenigen ohne Hochschulreife.

Säuglinge sollten in den ersten vier bis sechs Lebensmonaten ausschließlich mit Muttermilch ernährt werden, rät die Ärzte Zeitung. Dies sei nicht zuletzt wegen eines Schutzeffektes gegen so genannte atypische Erkrankungen, etwa Asthma, Heuschnupfen und Neurodermitis, notwendig. Bei der Studie wurden die Daten von 4.578 Kindern analysiert.
(Forumsbeitrag von Frau Mohr)


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© Mike Paßmann, Hamburg