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Fieber nicht im Ohr messen

   

Ohrthermometer sind weniger zuverlässig als rektale Temperaturmessungen. Das berichtet die Fachzeitschrift Ärztliche Praxis unter Berufung auf eine Studie der University of Liverpool. Die britischen Mediziner hatten die Ergebnisse der beiden Messverfahren verglichen. Dabei zeigte sich, dass die Messwerte im Ohr erheblich streuten. Ergab die rektale Temperatur einen Wert von 38 Grad Celsius, habe das im Ohr gemessene Ergebnis zwischen 37,04 und 39,2 Grad gelegen, heißt es. Studienleiterin Rosalind Smyth vermutet als einen Grund für die abweichenden Messdaten falsche Handhabung.

Das mit Infrarot arbeitende Ohrthermometer wird insbesondere von Eltern geschätzt, weil das Fiebermessen nur Sekunden dauert und von den Kindern besser toleriert wird. Die Mediziner geben jedoch zu bedenken, dass eine starke Streuung der Messergebnisse die Therapie-Entscheidung maßgeblich beeinflussen könne. Es sei deshalb ratsam, in Situationen, in denen es auf exakte Ergebnisse ankommt, die Körpertemperatur nicht im Ohr, sondern nur rektal zu messen.
(Forumsbeitrag von Frau Mohr)


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© Mike Paßmann, Hamburg