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Farbpinsel nichts für Babys

   

Renovierungsarbeiten während der Schwangerschaft oder kurz nach der Geburt können nicht nur die Atemwege des Kindes reizen, sondern auch sein Immunsystem negativ beeinflussen und die spätere Anfälligkeit für Infektionskrankheiten und Allergien erhöhen. Das berichtet die Freie Presse in Chemnitz unter Berufung Leipziger Wissenschaftler. Jede Renovierung sei mit Ausdünstungen aus Anstrichen, Klebstoffen, Teppichen und neuen Möbeln verbunden und so auch mit einer erhöhten Chemikalienkonzentration in der Innenraumluft.

Der Zeitung zufolge konnten die Forscher in einer Studie nachweisen, dass Neugeborene, deren Eltern in der Schwangerschaft renoviert haben, in ihrem Immunsystem funktionelle Veränderungen aufweisen. Diese beträfen insbesondere die T-Lymphozyten. Das sind Zellen, die spezielle Botenstoffe produzieren und damit die Reaktion des Immunsystems nach Kontakt mit Erregern oder auch Allergenen steuern. Im Nabelschnurblut dieser Kinder seien verminderte Anteile der so genannten Th1-Helferzellen gefunden worden. Diese sorgen dafür, dass in den Körper eingedrungene Erreger wie Viren effektiv bekämpft werden können. Außerdem verhindern sie die Entstehung allergischer Überreaktionen nach dem Kontakt mit Allergenen wie zum Beispiel Pollen.

Die Forschungsergebnisse könnten eine Erklärung dafür liefern, warum nach dem Renovieren das Allergierisiko von Kindern ansteigt, heißt es in der Freien Presse. Die ausdünstenden Chemikalien schwächten gerade jene Zellen des Immunsystems, die vor allergischen Reaktionen schützen sollen. Neu sei auch die Erkenntnis, dass die Wirkung dieser Chemikalien bereits in der Schwangerschaft einsetzen kann und möglicherweise dadurch bereits im Mutterleib die Grundlagen für eine spätere Erkrankung des Kindes gelegt werden.
(Forumsbeitrag von Frau Mohr)


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© Mike Paßmann, Hamburg