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Die wichtigsten Erziehungstipps

   

Viel Liebe und Aufmerksamkeit
Kinder brauchen viel Liebe und Aufmerksamkeit. Je nach Entwicklungsstufe benötigen Kinder dabei mehr oder weniger Körperkontakt und wollen kuscheln oder umarmt werden. Unabhängig von der intensität des Körperkontaktes ist es wichtig, dem Kind mehrmals täglich die ungeteilte Aufmerksamkeit zu schenken. Es ist wesentlich wertvoller für die Entwicklung eines innigen und vertrauensvollen Verhältnisses, dass es mehrere kurze intervalle internsiver Beschäftigung mit dem Kind gibt, als eine einzige längere Phase. Wertvolle Zeit ist zum Beispiel ein Gespräch mit dem Kind, bei dem Sie aufmerksam zuhören und interessiert Fragen stellen.

Regeln vorgeben
Für einen harmonischen Familienalltag sind Regeln, die die Eltern vorgeben unverzichtbar. Sie geben den Kindern Orientierung und Sicherheit. Die regeln müssen klar und verständlich sein und sie gelten für die ganze Familie. Zum Beispiel: "Wir essen alle gemeinsam am Tisch.", "Wir schreien uns nicht an.", "Vor dem Essen Hände waschen."… Wenn es Probleme beim Einhalten der Regeln gibt, sprechen Sie es direkt an und bestehen Sie auf die Einhaltung der Regel, denn nur so lernen die Kinder, dass Regeln verbindlich sind.

Klare Anweisungen und Konsequenz
Anweisungen müssen deutlich, verständlich und kindgerecht formuliert sein. Achten Sie darauf, dass Ihr Kind Ihnen zuhört, das geht am Besten über direkten Augenkontakt. Erklären Sie Ihrem Kind mit deutlichen und kindgerechten bzw. altersentsprechenden Worten was Sie von ihm erwarten und lassen Sie ihm ausreichend zeit, der Anweisung nachzukommen. Ein Lob verstärkt den Lernerfolg. Eine Konsequenz bei Nichtbeachtung darf nie durch körperliche oder seelische Gewalt erfolgen. Methoden wie fertigmachen, niedermachen, unter Druck setzen, beleidigen, ignorieren sind tabu. Wichtig ist nur, dass das Kind lernt, dass logische Konsequenzen auf sein Handeln oder die Nichtbeachtung einer Regel erfolgen. Bei allen Versprechen, Regeln und Ankündigungen sollte immer gleten, dass sie dem jeweiligen Alter entsprechen und nie die Person direkt betreffen, sondern immer das Verhalten der Person. Ab einem gewissen Alter sollten Regeln darüberhinaus auch veränderbar und nicht starr sein - für ein Schulkind gelten beispielsweise andere Regeln, als für ein Krabbelkind.

Vertrauen
Eltern müssen in die Fähigkeit ihrer Kinder vertrauen. Häufig trauen Eltern ihren Kindern nicht genug zu, da sie in ständiger Angst davor leben, dass dem Kind etwas zustößt. Sie sehen überall die Gefahren und geraten so in enormen Stress, den sie auf Ihre Kinder übertragen. Diese Ängste hemmen, machen unfrei und verursachen folgende Wechselwirkung: die Kinder werden umso ängstlicher und übervorsichtiger, je weniger die Eltern ihnen zutrauen. Kinder müssen ihrem Alter entsprechend eigene Erfahrungen machen und auch mal ihre Grenzen austesten dürfen. Als Eltern müssen Sie lernen, ihr Kind loszulassen und nicht rund um die Uhr beschützen zu wollen. Selbstvertrauen und die Entwicklung einer starken Persönlichkeit lassen sich durch eigene Erfahrungen am Besten erlernen und blaue Flecken, eine Beule oder eine Schramme sind ganz normal und verheilen auch wieder. Das Vertrauen der Eltern in die Fähigkeiten des Kindes ist dabei elementar für das entdecken der eigenen Begabungen.

Erziehung ist eine Lebensaufgabe, die viel Einsatz, Hingabe, Disziplin und Geduld erfordert. Erziehung soll aber auch Spaß machen, das geht am Besten mit Humor und Gelassenheit und einer guten Portion Konsequenz. Die Belohnung ist ein glückliches Kind mit einem gesunden Vertrauen in sich und seine Umwelt. (Mama Lucie)

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© Mike Paßmann, Hamburg