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Eltern machen Kinder krank

   

Ist die Psyche von Kindern oder Jugendlichen zerrüttet, sollten Eltern die Verantwortung nicht auf Schule und Gesellschaft abwälzen. Zwar nehme die Schule im Allgemeinen zu wenig Rücksicht auf die psycho-soziale Situation der Kinder, so Prof. Franz Resch, Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie, im Gespräch mit der Berliner Morgenpost. Doch die Hauptursache für die psychischen Schwierigkeiten liegt in der Familie, ist sich der Experte sicher.

Die Eltern hätten häufig Beziehungsprobleme oder finanzielle Sorgen, berichtet der Kinder- und Jugendpsychiater von der Uni Heidelberg. Oder es fehle ein Elternteil. Als zusätzliche Belastung erwiese sich oft ein kinderfeindliches Wohnumfeld. Auch ein täglicher Fernsehkonsum von mehr als zwei Stunden pro Tag scheint die Entwicklung des Kindes zu beeinträchtigen, warnt Resch in der Morgenpost.

Der Zeitung zufolge leiden etwa 16 bis 18 Prozent der Kinder und Jugendlichen in Deutschland unter einer psychischen Störung. Am häufigsten bei Kindern seien Störungen der Aufmerksamkeit, Nervosität und Beschwerden wie Übelkeit, Bauch- und Kopfschmerzen. Wir beobachteten, dass alle diese Probleme im vierten Schuljahr gegenüber dem ersten Schuljahr deutlich zugenommen haben, sagt Resch. In der vierten Klasse habe etwa jedes fünfte Kind solche Schwierigkeiten.
(Forumsbeitrag von Frau Mohr)


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© Mike Paßmann, Hamburg