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Ehrgeizige Mütter

   

Viele Frauen wollen nach der Geburt eines Kindes zu schnell ihre Traumfigur zurückhaben und treiben deshalb zu viel Sport und Fitness. Der Aufbau der Muskeln muss aber schonend erfolgen, warnt die Vorsitzende des Deutschen Gymnastik-Bundes (DGymB), Cornelia M. Kopelsky. Denn der Körper ist nach einer Geburt zunächst weniger belastbar. Während der Schwangerschaft werden durch bestimmte Hormone Gewebe und Bänder aufgeweicht und für die Geburt flexibler gemacht, erläutert Thomas Hoogland, Chefarzt der Wirbelsäulensektion der Alpha-Klinik in München. Anschließend müsse der Körper langsam wieder gekräftigt werden.

In den ersten drei bis vier Monaten nach der Geburt sollten Bauch und Beckenboden nur durch sanfte Übungen bei der Rückbildung unterstützt werden, rät Gymnastik-Expertin Kopelsky. Ab dem vierten oder fünften Monat könne dann ein Muskelaufbauprogramm folgen. Dabei sollte die gesamte Rumpfmuskulatur trainiert werden, um die Bandscheiben zu entlasten.

Besonders wichtig ist es, das Kind richtig zu tragen: Säuglinge trägt man am besten im 'Fliegerhandgriff', sagt Irene Kiefer, Krankengymnastin in der Elternschule des Krankenhauses Porz in Köln. Dabei liege das Kind auf dem Unterarm der Mutter auf dem Bauch mit dem Kopf in der Ellenbogengegend. Die Hand der Mutter halte das Kind im Schritt fest.

Wenn das Kind größer ist, kann es auch seitlich auf der Taille getragen werden, so Kiefer weiter. Dabei sollte die Mutter aber wie beim 'Fliegerhandgriff' immer wieder die Seite wechseln, um einseitige Belastungen zu vermeiden. Außerdem darf das Becken nicht zu einer Seite herausgeschoben werden, sagt Gymnastiklehrerin Kopelsky. Stattdessen sollten die Frauen gerade stehen und so das Gewicht des Kindes auffangen. Man entwickelt ein Gespür, um das eigene und das Gewicht des Kindes auszubalancieren.
(Forumsbeitrag von Frau Mohr)


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© Mike Paßmann, Hamburg