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Der Trotzkopf

   

Der Trotzkopf
Immer wieder haben die Kids Phasen, in denen sie ihren Willen um jeden Preis durchsetzen wollen. Meine Tipps dazu:
mögliche Ursachen:
> versuchen Sie gelassen zu bleiben;
> wenn das Kind sich um keinen Preis besänfitigen läßt,
lassen Sie es erstmal austoben;
> nach einem solchen Anfall brauchen die Kinder meistens Trost, wollen fühlen, daß man sie noch lieb hat;
> zwingen Sie ihr Kind nur, wenn es nicht anders geht, wenn z.B. eine Gefahr besteht.
(Hoppsen in der Badewanne, auf der Strasse spielen...);
> der Anfall ist nicht gegen die Eltern gerichtet, viel mehr ist er als Ausdruck der Hilflosigkeit, des nicht umgehen wissen mit neuen Situationen, neuen Gefühlen, neuem Können, zu werte.
> bei meinen Mädels kommt es manchmal zu solchen Anfällen, wenn sie überfordert sind. Weil sie sich selber unter Leistungsdruck sehen, denken, wenn sie einmal etwas toll gemacht haben, müssen sie immer alles toll machen.
> Manchmal kommt es zu den Anfällen, weil sie sich von uns Eltern kontrolliert, beobachtet und bevormundet fühlen. Aufmerksamkeit kann gelgentlich zu viel werden.

Tipps:
> zusammen Alternativlösungen suchen, z.B. Du kannst das rohe Ei nicht essen, aber ich kann es Dir kochen, willst Du sehen, wie man das macht?
> Einen Mittelweg finden, z.B. Du kannst nicht alleine Einkaufen gehen, aber wenn ich gleich gehe, nehme ich Dich mit.
> Keine Fragen mit Wahlmöglichkeiten stellen, das verwirrt noch mehr. z. B. Willst Du das Rote, oder das Grüne.
> Versuchen Sie die Spannung aus der Situation zu nehmen, z. B. mit neuen Möglichkeiten: hast Du Lust...
> geben Sie dem Kind die Möglichkeit aus seinem Notstand herauszukommen, ohne das Gesicht zu verlieren, z. B. Musik anmachen, zum Tanzen einladen; vor dem Spiegel Gesichter ziehen...
> Wenn nichts mehr hilft, hilft nur noch Ruhe, allerdings ist es mir dabei wichtig, das die Kids wissen, ich bin da. Sich nicht abgeschoben fühlen. Wenn sich z.B. meine Älteste ausgeheult hat, weiß sie alleine nicht den Weg zu mir zurück. Zufällig habe ich dann öfter etwas in ihrer Nähe zu tun :-)

Meine Erkenntnis ist:
Es schmerzt mich sehr meine Kinder loszulassen, aber sie brauchen Freiraum, um sich zu Individien zu entwickeln.
Und Sie sind nicht so, wie ich es gerne hätte, und das ist auch gut so.

(Forumsbeitrag von pannengeier)


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© Mike Paßmann, Hamburg