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Gefahren des Muttermilch-Konsums

   

Anlässlich der Deutsch-Französischen Tagung in Straßburg zum Thema "Cannabis - Prävention, Behandlung, Politik" weist die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) auf die wachsenden Gefahren des Cannabis-Konsums bei Jugendlichen hin. So hat nach der aktuellen Repräsentativerhebung der BZgA zum Konsum illegaler Drogen aus dem Jahr 2004 bereits ein Drittel aller 12- bis 25 Jährigen Erfahrung mit illegalen Suchtmitteln, 1979 waren es noch 16 Prozent. Da es sich dabei hauptsächlich um Cannabis handelt, ist sie die am häufigsten konsumierte illegale Substanz.

Auch das Einstiegsalter ist in den letzten Jahren deutlich gesunken. Inzwischen sind Jugendliche beim ersten Cannabiskonsum bereits ein Jahr jünger als noch Mitte der 90er Jahre (16,4 Jahre in 2004; 17,5 Jahre in 1993). Dabei werden die gesundheitlichen Risiken des Cannabiskonsums von den jungen Menschen häufig unterschätzt. So kann Cannabis nicht nur mit sinkender Leistungsfähigkeit in Schule, Beruf und Verkehr einhergehen, sondern auch zu psychischer Abhängigkeit und Depressionen führen.

Vor diesem Hintergrund hat die BZgA ihr Internetangebot um ein neues Angebot ergänzt. Das Modul "cannabis check" wendet sich an Cannabiskonsumenten und will sie zu einer kritischen Reflexion ihres Drogenkonsums motivieren. Es handelt sich bei dem Angebot um einen Onlinefragebogen, in dem die Nutzer zu acht verschiedenen Aspekten befragt werden. Als Antwort erhalten sie eine individuelle, auf ihren Konsum zugeschnittene Rückmeldung sowie eine persönliche Empfehlung, bei der auf die spezifischen Risiken des Cannabiskonsums hingewiesen wird. Je nach Konsummuster, z.B. bei täglichem Cannabiskonsum, wird den Teilnehmerinnen und Teilnehmern die Onlineberatung der BZgA oder das Ausstiegsprogramm "quit the shit" drugcom.de empfohlen.

"Mit diesem Angebot wollen wir gezielt junge Cannabiskonsumentinnen - und konsumenten ansprechen", sagt Dr. Elisabeth Pott, Direktorin der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung. "Der Anstieg des Cannabiskonsums in der jüngeren Bevölkerung gibt uns ernsten Anlass zur Sorge.

Wir müssen in der Bevölkerung noch stärker als bisher bekannt machen, dass Cannabis mehr Risiken aufweist, als gemeinhin angenommen wird. Inzwischen begeben sich jährlich rund 15.000 Menschen im Zusammenhang mit Cannabismissbrauch in eine Behandlung so Dr. Pott weiter. Ich hoffe, dass die BZgA mit ihren sehr niedrigschwelligen, internetgestützten Angeboten "cannabis check" und quit the shit gerade solche Konsumenten erreichen kann, die über das herkömmliche Suchthilfesystem nur schwer angesprochen werden können.
Weitere Informationen:

Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung
Postfach 91 01 52
51071 Köln
Telefon: 0221 8992-0 / Durchwahl: -280
Fax: 0221 8992-300 / - 201
eMail: marita.voelker-albert@bzga.de (Redaktion)

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© Mike Paßmann, Hamburg