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Borsäure in Hüpfknete

   

Hüpfknete, eine Mischung aus Knete und Flummi, kann sehr vielseitig verwendet werden: Sie lässt sich beliebig verformen und springt wie ein Gummiball. Doch dieses Spielzeug ist nicht ungefährlich, denn die Hersteller verwenden bei der Produktion der Hüpfknete unter anderem Borsäure. Es besteht das Risiko, dass Borsäure beim Spielen durch Hautkontakt, aber auch durch Kauen oder Verschlucken aus der Hüpfknete herausgelöst wird, berichtet BfR-Präsident Prof. Dr. Dr. Andreas Hensel.

Auch wenn Bor in geringen Spuren für den Körper lebensnotwendig ist, können größere Mengen jedoch zu gesundheitlichen Schäden führen. Selbst beim Spielen mit der Knete können kritische Mengen an Borsäure herausgelöst werden. Die tägliche tolerierbare Aufnahmemenge (TDI) für Borsäure kann dabei schon fast erreicht werden, so die Bewertung des gesundheitlichen Risikos von Borsäure in Hüpfknete durch das BfR. Dies ist aus unserer Sicht nicht akzeptabel, weil Kinder zusätzlich Bor auch aus der Nahrung und anderen Bedarfsgegenständen aufnehmen können, so Prof. Hensel.

Borsäure wird aufgrund seiner konsistenzbeeinflussenden, flammhemmenden, antiseptischen und konservierenden Eigenschaften in zahlreichen Produkten eingesetzt. Wird z.B. eine handelsübliche 17-Gramm-Packung Hüpfknete von einem Kind verschluckt, so kommt man schnell in den Bereich der toxikologisch wirksamen Menge im Körper. In Tierversuchen konnte eine frucht- und entwicklungsschädigende Wirkung von Borsäure nachgewiesen werden.

Für Borverbindungen gilt ein TDI-Wert von 0,1 Milligramm Bor pro Kilogramm Körpergewicht und für Borsäure entsprechend ein TDI von 0,57 mg/kg KG, der als tägliche Aufnahmemenge toleriert werden kann. Selbst ein Kind mit 20 Kilogramm Gewicht könnte beim bestimmungsgemäßen Gebrauch der Hüpfknete über die Haut etwa diese Menge aufnehmen, so die Abschätzung des BfR. Die Experten fordern daher, dass der Borsäuregehalt in Spielzeug unbedingt reduziert werden sollte. (Redaktion)

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© Mike Paßmann, Hamburg