Zwischen dem sechsten und zwölften Lebensmonat eines Babys beginnt in der Regel das Zahnen. Auch wenn der erste Zahn des Nachwuchses die Eltern mit Freude erfüllt, ist diese Zeit auch mit Stress verbunden, denn das Kind ist häufig unruhig und auch Fieber oder Durchfall können auftreten. Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte e.V. betont jedoch, dass es ein Aberglaube ist, dass das Zahnen Kinder krank macht. Wahr ist vielmehr, dass Kinder bis zum dritten Lebensjahr durchschnittlich etwa zehn Infekte jährlich durchmachen. Da ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass so mancher Infekt zeitgleich mit dem Durchbruch eines neuen Zahnes auftritt. Die weit verbreitete Meinung, das Zahnen mit Hilfe einer Bernsteinkette zu erleichtern, ist falsch und wissenschaftlich unhaltbar. Dr. Sylvia Schuster, Pressesprecherin des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte Nordrhein, warnt vor diesen Ketten, denn sie können für die Kinder zur Gefahr werden: Die Ketten können das Kind beim Spielen und auch Schlafen verletzen und sogar strangulieren, wenn sie sich irgendwo verhaken. Reißt die Kette, besteht die Gefahr, dass das Kind Steine in den Mund nimmt und verschluckt oder dass es sie in Nase und Ohren steckt.
Tipps der Experten, die wirklich beim Zahnen helfen:
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[*]Geben Sie Ihrem Kind einen harten Gegenstand, auf den es beißen kann, denn das unterstützt instinktiv den Durchbruch der Zähne und massiert das gereizte Zahnfleisch. Ein leichter, gut zu greifender Beißring hilft dabei. Beißringe mit dem Weichmacher Phthalat sind in der EU inzwischen verboten. Sicherheitshalber sollten Eltern jedoch auf den Vermerk ohne Weichmacher, ohne Phthalat oder PVC-frei achten oder gleich Modelle aus Polyethylen (PE) oder Polypropylen (PP) kaufen.
[*]Veilchenwurzeln (aus der Apotheke) gelten als natürliche Alternative zu Beißringen. Besser und billiger ist jedoch eine harte Brotrinde oder eine Karotte - aber immer unter Aufsicht, da sich das Kind an abgebissenen Stücken verschlucken könnte.
[*]Die meisten Babys mögen es auch, wenn man ihre Zahnleiste, evtl. mit einem schmerzlindernden Gel, sanft massiert.
[*]Zäpfchen und andere Schmerzmedikamente sind dagegen überflüssig.
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(Redaktion)
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