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Wie man ein Baby trösten kann

   

Für die Eltern ist es nicht immer einfach heraus zu finden, warum das baby schreit. Ob es hungrig ist oder durstig, ob die Hose voll ist, es unbequem liegt, ihm kalt ist oder zu warm, dies alles sind Sachen, die man entweder weiß, oder messen kann. Was aber ist, wenn man keinen Grund findet?
Eine Erklärung ist, dass das Kind vielleicht viel erlebt hat und die neuen Eindrücke des Tages erst verdauen muss. Schreien ist für Babys das, was für Erwachsene, Sport oder ein Spaziergang ist - power los werden.

Aus meiner Erfahrung weiß ich, dass die Kids auf Spannungen in ihrem Umfeld genauso mit Schreien reagieren, wie auf laute, ungewohnte Reize.

Der Sinn im Schreien liegt darin, dass das Kind mitteilen will: Nimm mich, lass mich nicht alleine, hab mich lieb.
Nach langen Brüllphasen sind die Eltern in der Regel nicht mehr in der Lage im Baby das zu sehen, was es eigentlich ist:
Ein kleiner hilfloser Mensch, der aus seiner vertrauten Umgebung in eine fremde unfreundliche Welt gerissen wurde. Bedenken Sie kurz, was für eine Umstellung dieses kleine Wesen hinter sich gebracht hat.

Bei Wachstums- und Entwicklungsschüben kann man, nach meiner Meinung, das Schreien damit erklären, dass das Kind die Veränderung wahr nimmt, diese aber Urängste auslöst.
Z. B. kann es den Kopf heben und sieht die Welt plötzlich aus einer ganz anderen, fremden, Perspektive. Ein Berg sieht von unten auch anders aus, als von oben.

Lassen Sie das Baby grundsätzlich nicht über einen längeren Zeitraum schreien, wenn es sich einmal eingeschrieen hat wird es immer schwerer es zu betrügen.
Meine Tipps:
- schnell auf das Schreien reagieren,
- singen sie leise ein einfaches Liedchen. Das Brummen der Stimme ist dem Kind vertraut, die Melodie wirkt beruhigend.
Manche Babys hören gerne leise Musik.
- Legen Sie den Kopf des Babys auf Ihre linke Brust, so kann es das Herz hören, dies vermittelt Geborgenheit.
- Das Kind braucht Geborgenheit, geben Sie ihm einen vertrauten Gegenstand, ein verschwitztes T-Shirt von Mama, einen Schnuller, eine Spieluhr, die vielleicht schon in der Schwangerschaft auf dem Bauch liegend betätigt wurde.
- wenn es jammert, wenn Sie das Zimmer verlassen wollen, bleiben Sie noch mal stehen, sprechen Sie leise und sanft einen Liebesschwur oder ein paar tröstende Worte. Wenn das Kind weiß, das Sie kommen, wenn es schreit, wird es diese Macht sicherlich mal genießen, aber es wird auch zufriedener sein.
- für das Kind ist Weinen ein Ventil, das befreiend wirkt, schreien aber ist mit Ängsten verbunden. Lassen Sie Ihren kleinen Engel mit diesen Ängsten nicht allein.
(Forumsbeitrag von pannengeier)


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© Mike Paßmann, Hamburg