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Aufgeklärt, doch ahnungslos

   

Sexualerziehung steht seit 1968 auf dem Stundenplan von Schulen. Das faktische Wissen Jugendlicher - dazu gehören auch Kenntnisse über Verhütungsmittel - ist dennoch oft dürftig. Dies berichtet die Zeitschrift Psychologie Heute vom Februar 2007. Aufgeklärt, doch ahnungslos betitelt der Soziologe Reinhard Wittenberg seinen Bericht über das Sexualverhalten von 1397 Nürnberger Schülern. Demnach erklärten 17 Prozent der Nürnberger Achtklässler, niemanden zu haben, mit dem sie über Sex sprechen könnten. Zu ähnlichen Ergebnissen kommt auch die Dr.-Sommer-Studie. Als Generation Ich-weiß-nicht- so-genau bezeichnen die Autoren heutige Jugendliche.

Bei der Studie handelt es sich um eine von der Zeitschrift Bravo in Auftrag gegebenen repräsentativen Befragung von 1447 Mädchen und Jungen im Alter von elf bis siebzehn Jahren. Danach hält ein Viertel der Jugendlichen den Koitus interruptus sowie die Pille danach für normale Verhütungsmittel. 42 Prozent haben sich über Aids noch keine Gedanken gemacht und 12 Prozent glauben, dass nur Homosexuelle sich mit HIV infizieren könnten. Das Wissen bei Jugendlichen aus ausländischen Familien sei noch geringer. In diesen Familien würde aus Scham oft gar nicht über Sex geredet.

Im Jahr 2004 brachten nach Angaben des Statistischen Bundesamtes 6969 Minderjährige ein Kind zur Welt und hatten 7854 Minderjährige eine Abtreibung. (Redaktion)

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