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Antibiotika wirken nur bei bakteriellen Infekten und nicht bei Viruserkrankungen. Wissenschaftliche Studien zeigen jedoch, dass in 80 Prozent der virusbedingten Erkältungsfälle trotzdem Antibiotika verordnet werden.
Experten raten vor allem bei Kindern zu einer sparsamen Verschreibung von Antibiotika: Kleinkinder neigten zu vielen Infektionen der Atemwege, sagt Prof. Hartmut Lode, Chefarzt der Pneumologischen Abteilung der Zentralklinik Emil von Behring in Berlin. Diese Erkrankungen sind meist nicht zu umgehen und dienen auch dazu, das körpereigene Immunsystem zu stärken. Vorwiegend lösten Viren diese Infektionen aus. Antibiotika sollten deshalb nur dann verordnet werden, wenn ein erfahrener Kinderarzt eine bakterielle Infektion annehme, empfiehlt der Mediziner in der AOK-Zeitschrift Life: Bleib gesund.
Eine Ausnahme stellen Mittelohrentzündungen dar. Hier ist laut Ärzte-Zeitung eine Therapie mit Antibiotika unbedingt zu empfehlen, um Komplikationen wie Gehirnhautentzündungen oder Hirnabszesse zu verhindern. Zum Schutz von Kleinkindern vor Erkältungen sollten sich Erwachsene vor dem Kontakt die Hände waschen, rät das Forschungsnetzwerk für Atemwegserkrankungen bei Kindern (PID-ARI) in Kiel. Erkältete Personen sollten sich von den Kleinen möglichst ganz fern halten.
Zwar sei eine Erkältung bei gesunden Babys normalerweise kein ernstes Problem, beruhigen die Kieler Experten. Gefährdet seien jedoch Frühgeborene, Kinder mit angeborenen Herzfehlern oder mit chronischen Lungenerkrankungen. Bestehe Verdacht auf eine Infektion, etwa weil das Kind schwer atme, sollte ein Arzt aufgesucht werden. Bei erkälteten Säuglingen und Kleinkindern rät die Ärzte-Zeitung zur Verwendung abschwellender Nasentropfen. Denn eine verstopfte Nase beeinträchtige die Atmung stark.
(Forumsbeitrag von Frau Mohr)
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