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Anders Fernsehen

   

TV ist etwas besonderes

Machen Sie Ihrem Kind deutlich, dass Fernsehen (wie jeder andere Genuss auch) etwas Besonders ist. Wählen Sie zusammen mit Ihrem Kind die TV-Sendungen aus. Machen Sie deutlich, dass die Glotze ausgemacht wird, wenn die entsprechenden Sendungen vorbei sind.

 Auch eine längere Pause zwischen zwei Sendungen sollte nicht mit Zappen überbrückt werden. Legen Sie fest, wie viel Zeit Ihr Kind täglich vor dem Heimkino verbringen darf und halten Sie sich auch daran. 

Wenn Ihr Kind merkt, dass Sie den Fernseher als Babysitter nutzen, wenn Sie Ihre Ruhe haben wollen, kann das weitreichende Konsequenzen haben.
Ihr Kind lernt sehr schnell: Ich nerve Mama -> Ich darf Fernsehen. 
Es wird also Strategien entwickeln, um seiner Lieblingsbeschäftigung nachgehen zu können.

Bewerten Sie nicht nur die Inhalte einer Sendung
 
Jedes Kind hat andere Sehgewohnheiten und reagiert anders auf bestimmte Inhalte.

 Beobachten Sie Ihr Kind und nehmen Sie ganz bewusst wahr, wie es auf bestimmte Inhalte reagiert. Wählen Sie die Fernsehsendungen auch nach diesem Gesichtspunkt gemeinsam mit Ihrem Kind aus.

Weg mit der Werbung
 
Machen Sie mit Ihrem Kind einen Deal: Sie kommen Ihrem Sprössling bei den Fernsehzeiten entgegen, wenn er/sie bereit ist, in den Werbeblöcken den Ton auszuschalten und sich anderweitig zu beschäftigen. Die Reklamebotschaften werden direkt ins Unterbewusstsein geschleust und manipulieren sehr wirksam. Warum investierten sonst die Unternehmen Milliarden in die TV-Werbung?!.

Falls Ihr Kind schon älter ist (ab 10 Jahre) könnten Sie es zum Beispiel bitten, in den Werbepausen mit einer Lernkartei zu lernen.
( Rechtschreibung, Kopfrechnen, später auch Englisch-Vokabeln). 

Bei 60 Minuten Fernsehen täglich (empfohlen für 6- bis 9-Jährige) sind das 15 Minuten Lernzeit täglich und 75 Minuten in der Woche. 
So erzielen Sie einen positiven Effekt: Ihr Kind wird nicht durch permanente Werbebotschaften verdummt und es verbessert sich zudem noch in der Schule, denn das Lernen mit der Lernkartei ist sehr wirksam. 
Im Service-Bereich finden Sie eine Bezugsquelle für diese Lernkartei sowie Links zum Thema Lernkarteinach Sebastian Leitner.

Lehren Sie Ihr Kind, bewusst fern zu sehen

Manchmal soll Fernsehen nur Entspannung sein, aber es gibt auch genug Sendungen, die Wissen vermitteln. Animieren Sie ihr Kind, sich auch solche Sendungen anzuschauen. 

Hierbei geht es nicht darum, sich berieseln zu lassen, sondern Ihr Kind sollte auch etwas von der Sendung behalten. Stellen Sie Fragen zur Sendung oder bitten Sie Ihr Kind, einige Informationen auf eine Karteikarte zu schreiben.
So kann es seine Allgemeinbildung verbessern.

Dieses Ziel mag jetzt Ihrem Kind noch gleichgültig sein, aber irgendwann wird es aber die Vorteile eines großen Wissensschatzes zu schätzen lernen. Wenn auch Sie lernen möchten, Fernsehen bewusst zu erleben, ist für Sie das Buch Das neue Stroh im Kopf von Vera F. Birkenbihl. empfehlenswert 
Diesem Thema hat die Autorin ein eigenes Kapitel gewidmet. (Redaktion)

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© Mike Paßmann, Hamburg