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Kinder und Süßigkeiten im Supermarkt

   

Wir alle kennen es, entweder aus eigener Erfahrung oder als genervter/amüsierter Zuschauer: Mutter und Kind warten an der Supermarkt-Kasse, der kleine Sonnenschein will etwas Süßes. Die Mutter sagt nein und die Katastrophe nimmt seinen Lauf: Erst leises Quengeln, dann lautes Weinen bis hin zum hysterischen Schreien - die Kids zeigen eine bühnenreife Einlage an Unmutsäußerungen.

So manche Mutter gerät in Panik, wenn sie alle Blicke auf sich zieht, und der quengelnde Nachwuchs bekommt seinen Schokoriegel - der Frieden ist wieder hergestellt. Wirklich?
Das Kind lernt aus dieser Sache eine Menge: Mama ist erpressbar, wenn nur genug Leute da sind, dann erreicht man mit Schreien eine Menge. Diese Vorgehensweise wird sich bitter rächen - Kinder sind Meister darin, Strategien zu entwickeln, wie sie genau das bekommen, was sie wollen.
Und: Die Kleinen lernen schon recht früh, dass Süßigkeiten eine immens wichtige Sache sind - oder haben Sie schon einmal ein Kind schreien sehen, weil es den gewünschten Apfel nicht bekommt?

[B]Nie an der Kasse[/B]
Mit größeren Kindern können Sie ganz klar besprechen, dass es keine Süßigkeiten aus dem Kassenbereich gibt. Wenn Sie sich manchmal erweichen lassen und dann wieder nicht, wird das Kind jedes Mal eine Machtprobe starten. Wenn es weiß, dass es niemals Erfolg haben wird, werden die kindlichen Bemühungen für einen Schokoriegel weitaus halbherziger ausfallen oder gar nicht stattfinden.
Wollen Sie nicht so rigoros sein, dann legen Sie vor dem Besuch im Markt ganz klar fest, wann und wie viel es gibt.

[B]Erklären Sie es wissenschaftlich[/B]
Erklären Sie Ihren Kindern, dass viele Leute den ganzen Tag damit beschäftigt sind, sich Tricks auszudenken, wie sie die Leute verführen können, noch mehr zu kaufen. Kinder lassen sich generell nicht gerne manipulieren und können so dem süßen Drang besser widerstehen.

[B]Spannen Sie die Kids ein[/B]
Kleinere Kinder können Sie wunderbar beschäftigen: Bitten Sie sie, einige Lebensmittel zu besorgen, schon 3-jährige können das. Am Besten bekommt das Kind einen kleinen Wagen und seinen eigenen Einkaufszettel (mit Abbildungen der Produkte) - da ist es so aufgeregt und beschäftigt, dass es die süßen Fallen an der Kasse gar nicht bemerkt.
"Mieser" Trick, aber wirksam: Wenn Sie an der Kasse stehen, bitten Sie Ihr Kind noch etwas zu holen, das Sie "vergessen" haben. Bis ihr Kind wieder da ist, sind Sie schon am Band - da bleibt keine Zeit mehr für langes Gucken und Aussuchen.

[B]Und wenn alles nichts nützt?[/B]
Wenn trotz aller Regeln und Bemühungen Ihrerseits der "Schrei-Gau" trotzdem eintritt, bleibt nur eines: Das Kind ganz ruhig bitten, damit aufzuhören - das wird natürlich nichts nützen und ist eher eine Aktion, die auf die umstehenden Schaulisten gemünzt ist. Der nächste Schritt: Dem Kind sagen, dass man schon mal zum Auto geht und es dann ja nachkommen könne. Funktioniert garantiert - jedenfalls ist kein Fall bekannt, bei dem ein Kind weinenderweise den Kassenbereich über mehrere Stunden besetzt hat.
Und wenn Sie meinen, dass andere Sie für eine Rabenmutter halten, verscheuchen Sie diese Gedanken ganz schnell aus Ihrem Kopf: Ihr Kind weint nicht, weil es krank ist oder es ihm schlecht geht - es weint schlichtweg aus einer Begehrlichkeit heraus. Keine Kinderseele wird zerbrechen, wenn Sie demonstrieren, dass Sie diese "Erpressung nicht mitmachen.

[B]Mehr Tipps[/B]
[list][*]Wenn es absolut nicht geht, gehen Sie konsequent ohne Ihr Kind einkaufen. Anderen Müttern geht es wie Ihnen - tun Sie sich doch zusammen und organisieren Sie eine Betreuung.
[*]Gehen Sie niemals hungrig einkaufen - das gilt für kleine und große Shopper.
[*]Drücken Sie Ihrem Kind einen gesunden Snack in die Hand. Kauende Kids kommen nicht so schnell auf den "das will ich haben"-Gedanken.[/list] (Redaktion)

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